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Geschichte des Kaers Ardanyan

Page history last edited by Sascha 10 years, 9 months ago

 

 

 

Die Geschichte des Kaer Ardanyan

 

 

 

Die Stelle, wo später die Stadt Ardanyan entstand, war ursprünglich nur die Anlandestelle für die Waren, die vom Coil River aus nach Throal gebracht wurden. An dieser Stelle erbaute ein Questor Rashomons namens Ardan Yan einen kleinen Schrein und begann den Reisenden Glück und Trost für ihren gefährlichen Weg zu spenden, der durch Ork Scorcher und andere Banden sehr gefährlich war. Im Laufe der zeit wuchs diese kleine Kultstätte zu einem kleinen Tempel und einem Dorf heran, das nicht nur die Händler und ihren Tross anzog, sondern auch die in der Umgebung lebenden Elfen.

Eines Tages überfielen Ork Scorcher das Dorf, metzelten viele Dorfbewohner einschließlich Ardan Yan nieder und zerstörten es. Durch das beherzte Eingreifen der in der Umgebung lebenden Elfen konnten die Steppenreiter vertrieben werden und ein Teil der Dorfbevölkerung gerettet werden. Durch die günstige Lage des Dorfes am Beginn des Handelsweges motiviert entschieden sich die Überlebenden mitsamt den Elfen das Dorf wieder aufzubauen, diesmal befestigt und den Handelsstützpunkt zu erweitern, da zu der Zeit das zwergische Königreich ständig an Einfluß gewann und somit auch sein Warenbedarf regelmäßig stieg. Im Laufe der Jahre wurde sogar ein kleiner Luftschiff Hafen gebaut, um nicht nur Throal beliefern zu können, sondern auch die Warenvielfalt des Serpent Rivers in andere Teile der Welt schicken zu können.

Diese Stadt wurde nach ihrem Gründer Ardanyan genannt.

Als die Plage endgültig herauf zu dämmern begann war aus dem kleinen Städtchen Ardanyan eine relativ Wohlhabende Stadt mit knapp 4000 Einwohnern geworden, denen aber trotzdem das Geld fehlte, um die theranische Kaer Technologie kaufen zu können. Als es keinen anderen Ausweg zu geben schien als mit anderen Städten zusammen den Kaer zu erbauen, und somit aus Sicht der Ardanyaner auch viel Unvertrauen einzuladen, wurden auf einmal in den für den Kaer Bau vorgesehen Bergen große Minen gefunden, mit reichlich Edelmetallen und vor allem elementarer Erde, die dort so reichhaltig vorkam, dass man mit Sicherheit mehrere Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte zu ihrem Abbau benötigen würde. Dadurch ließ sich der Kaerbau bezahlen und die Ausarbeitung des Kaers wurde in die fähigen Hände des zwergischen Architekten Ghandoz gelegt. Dieser plante 4 Höhlen, eine zentral gelegene in der Mitte und 3 große darum herum, um Platz für 4500 Name-Giver zu schaffen. Falls dies nicht ausreichen sollte, konstruirte er einen großen Saum bis zum Beginn der Wards dazu, um sowohl die Möglichkeit zu schaffen, die Metalle und elementare Erde abzubauen, als auch um möglichen Raum für zukünftige Generationen zu schaffen.

Über diesem Höhlenkomplex schuf er eine große Höhle, 150 m hoch und über die gesamte Kaer Länge breit, die für Luftschiffe ausgelegt ist und von der Entrance Hall zu erreichen ist.

Rashomon wurde die Hauptpassion des Kaers und ihm wurde ein großer Tempel in der zentralen Halle geweiht, geleitet von dem untadeligen und die Gemeinschaft sehr unterstützenden Elfen Samiel, der nach wie vor als einer der Gründerväter große Verehrung im Kaer erfährt, „beim Gedenken an Samiel“ ist ein häufiger Ausspruch, um andere dazu zu bewegen, das Richtige, aber nicht immer das angenehmste oder einfachste zu tun.

 

Nach einer Weile begannen die in der Hauptsache zwergischen Mineure den Verteilungsschlüssel für die gefundenen Schätze, ein Teil für den Wiederaufbau der Stadt nach Ende des Scourge, der Rest wird unter allen Kaer Bewohnern gleichmäßig aufgeteilt, als ungerecht zu empfinden da sie ja die ganze Arbeit hatten, und alle anderen ja im besten Falle nur Hilfstätigkeiten durchführten. Ein entsprechender Antrag auf neu Festsetzung des Verteilungsschlüssels scheiterte sowohl am Magistrat als auch an der Minengilde selbst, da beide den Wert des Zusammenhalts und den Beitrag aller zum Wohle des Kaers erkannten. Die Gruppe der Unzufriedenen begann daraufhin, einen von ihnen als gerecht empfundenen Teils des gewonnen Edelmetalls und elementaren Erde in einem abgelegenen Minengang zu sammeln und dessen Eingang durch Illusionsmagie zu verstecken.

Ein paar Jahre später konnte Samiel erwirken, dass der Tempel des Rashomons vergrößert wurde, um sowohl der Bedeutung der Passion Rechnung zu tragen als auch um die immer größer werdende Schar von Gläubigen unterzubringen. Leider wurde dieser Anbau genau unter dem geheimen Tunnel der Unzufriedenen, die ihn auch stetig vergrößert hatten, um der Menge her zu werden, gebaut. Es kam wie es kommen musste, der gesamte Tempel stürzte nach eniger Zeit ein und die meisten Questoren Rashomons einschließlich Samiels wurden unter den Steinmassen zerquetscht. Nachdem zunächst der Architekt Ghandoz verdächtigt wurde, Fehler bei der Planung gemacht zu haben, fand man beim Durchsuchen der Trümmer schnell die versteckten Schätze und auch die Schuldigen, die in einem großen, öffentlichen Prozeß zum Tode verurteilt wurden.

Geschockt von den Vorfällen verloren die überlebenden Questoren alle Hoffnung und Motivation und zogen sich sehr aus dem öffentlichen Leben des Kaers als Leitfiguren zurück, begünstigt durch die Tatsache, dass es keinen Nachfolger Samiels gab, der ihm auch nur zu 10 Prozent gleich gekommen wäre. Der Tempel wurde in der Folge nicht wieder aufgebaut und heutzutage wird nur der kleine, übriggebliebene Teil weiterbenutzt, während der große, zerstörte Rest mittlerweile von allen der „Tempel des Neids“ genannt wird.

 

In der Folge dieses Zwischenfalls kristallisierte sich ein Bruch zwischen Elfen und Zwergen heraus, da zwar die Verschwörer hingerichtet wurden, ihre Familien aber natürlich weiterhin im Kaer lebten und aus Sicht vieler Elfen generalverdächtig waren, doch an der Verschwörung beteiligt gewesen zu sein. Das führte zu Spannungen und einem Umzug vieler Elfen in die Gärten Shal Minars und viele Zwerge zogen nach Khar Rhuz um, so dass nach einigen Jahrzehnten diese beiden Rassen getrennt voneinander lebten, einige Ausnahmen in Okoros mal beiseite gelassen.

Im Jahr 1139 starb der große Architekt Ghandoz, die letzte schillernde Figur des Kaers, die es schaffte zwischen beiden Seiten zu vermitteln, an Altersschwäche. Durch dieses Ereignis begünstigt stachelte Tahrkucz, Anführer der Minengilde, diese auf und separierte diese (lies: Zwerge des Kaers) vom Magistrat (lies: Elfen des Kaers). Eine Zeit der Unruhe begann, mit beiderseitigen Vorwürfen und dem Versuch des Magistrats, einen weiteren Abbau der Bodenschätze zur Not mit der Waffengewalt der Kaerwachen zu verhindern. Als es zu immer heftigereren mit Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen kam, zog die Halle Okoros die Notbremse, verwies alle Zwerge und Elfen ihrer Halle und nutzte das als letzte Verteidigungsmittel gedachte Tor ihrer Halle, um sich vom Rest des Kaers abzuschotten.

Die beiden anderen Hallen folgten schnell diesem Beispiel, so dass alle drei Hallen die Pforten schlossen und für über sechs Monate kein Kontakt zwischen ihnen bestand. Es stellte sich im folgenden heraus, dass trotz anderer Planung keine der drei Hallen in der Lage war, sich selbstständig zu versorgen, sondern dass die beiden anderen Hallen dem Kaer jeweils lebensnotwendige Güter zur Verfügung stellten, ohne die es nicht ging. Es wurden Verhandlungen aufgenommen, um sowohl ein Überleben des Kaers sicher zu stellen, als auch um die Situation zu beruhigen. Zusätzlich wurde zum Magistrat, dessen Zusammensetzung seit dem besser abgestimmt wird und der nach wie vor das tägliche Leben des Kaers regelt und vor allem Steuern für den Handel in der Council Hall einzieht, für die Zeit nach der Scourge, ein Rat der Unterhändler geschaffen, der die Zusammenarbeit der drei Hallen koordiniert und versucht Missstimmung von vorneherein zu lösen.

Die Gesetzeslage scheint seit dieser Zeit etwas verworren, da jede Halle ihre eigenen Gesetze erlassen kann, und das auch tut, wobei man im generellen sagen kann, daß die meisten Gesetze die sind, die seit Kaer Gründung bestehen. Lediglich die Verteilung der Bodenschätze und einige Strafrechtsänderungen hat es als einschneidende Veränderungen gegeben. Um den Frieden und die Ruhe in der Council Hall zu gewährleisten, und um Ärger von vorneherein vorzubeugen, wurden strenge Bedingungen ausgehandelt: So darf zwar jeder Kaer Bürger seine eigene Halle verlassen und eine andere besuchen, muß sich aber bei den Wachen der eigenen Halle abmelden, den Grund des Besuchs der anderen Halle anmelden, die Council Hall auf schnellstem Wege durchqueren, sich bei der Wache der besuchten Halle anmelden und auf jeden Fall für mindestens eine Nacht in einer Herberge der anderen Halle nächtigen. Trotz dieser nach wie vor gültigen Beschränkungen ist der Verkehr zwischen den Hallen rege und es kam seit damals zu keinen weiteren nennenswerten Ausschreitungen. Der Geldfluß zwischen den Hallen hat sich unterm Strich gegenüber der gemeinsamen Zeit kaum verändert, da durch die Notwendigkeit zum Handel ein reger Warenverkehr entstanden ist und die in Umlauf befindliche Geldmenge sich kaum erhöht hat. Auch das ersparte Vermögen ist bis auf wenige Fluktuationen bei allen Kaerbewohnern sehr gleich, obwohl viele die jetzt selbstbestimmtere Situation als klare Verbesserung sehen und subjektiv glauben, dadurch mehr zu haben als andere.

 

Seit über 200 Jahren hält dieser Zustand der Sicherheit und des Friedens schon an, da auch die größten Querdenker zu der Einsicht gelangt sind, für das Wohl des Kaers zusammenzuarbeiten.

 

 

Die aktuelle Situation:

 

Im Jahre 1461 sprachen viele Zeichen für eine sichere Verringerung des Magieniveaus, so dass eine Expedition unter Leitung des Elfen Leldrin, oberster Questor Rashomons, sowie fünf weiterer elfischen Questoren sowie zwei zwergischen Mineuren, zur Erkundung des Zustands der Welt ausgesandt wurde. Diese Gruppe stieß in den Zugangsgängen des Kaers auf einen bösartigen Horror, der die Expeditionstruppe bis auf Leldrin erschlug, wobei letzterer sich mit dem auf der Flucht verstorbenen Mineur Fearghus im Arm in den kaer retten konnte. Die eingesetzte Untersuchungskommission unter Leitung des Warden Nethermancers Jandaan stellt ezweifelsfrei den Tod Fearghusses durch einen Horror fest und entband Leldrin jeglicher Schuld.

Seit diesem Ereignis, die Welt eventuell wieder besiedelbar, ab mit dem schrecklichen Horror direkt vor den Kaer Toren, sinkt die Stimmung im Kaer beinahe täglich, wobei allerlei böse Gerüchte die Runde machen, vor allem die Befürchtung das Leldrin etwas von draußen mitgebracht haben könnte oder das ein böser Kult seine Machenschaften im Kaer nachgeht. Nicht lange nach diesen Ereignissen verschwand ein Großteil der elfischen Bevölkerung des Kaers spurlos und plötzlich über einen Zeitraum von etwa vier Monaten. Ein halbes Jahr nach den Ereignissen fand man alle anderen Elfen tot im Garten von Shal Minar, offensichtlich vergiftet, aber ohne der Möglichkeit einen Schuldigen zu finden. Lediglich zwei Säuglinge haben überlebt, die anschließend in die Obhut von Menschen gegeben wurden, so dass die letzten Elfen des Kaers die beiden sehr menschlichen Zwillinge sind und Leldin, der nach wie vor mäßig erfolgreich versucht, den Kaer spirituell zu erhalten.

 

Im Jahre 1506, vor drei Jahren, erwachten die beiden Obsidimen, die im Kaer die Scourge überdauern, was sie alle 100 Jahre für einige Wochen tun, um sich über die Belange des Kaers zu informieren und mit den Kaer Bewohnern zu sprechen. Zum Erstaunen aller haben sie sich nach angemessener Zeit nicht wieder in die Stasis versetzt, sondern blieben wach. Ein Außergewöhnliches Ereignis! Zu allem Überfluß sind kein Vierteljahr später die T’Skrang des Kaers ebenfalls aus ihrer Stasis im See Vross erwacht und bevölkern diesen seitdem als sei nichts gewesen.

Der Magistrat führt seit jeher das Ritual in regelmäßigen Abständen durch, um den Zustand des Magieniveaus der Welt herauszufinden, und trotz dieser beiden starken Anzeichen ist es seit 50 Jahren nicht weiter gefallen und befindet sich knapp oberhalb der sicheren Grenze. Um dem Rechnung zu tragen hat der Magistrat eine Gruppe junger Adepten ausgewählt, seit drei Jahren speziell trainiert und vorbereitet, um die Oberfläche zu besuchen …

 

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