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Träume der Freiheit

Page history last edited by Sascha 10 years, 11 months ago

 

 

 

Träume der Freiheit

- Die schönsten Träume der Freiheit werden im Kaer geträumt! -

 

 

 

 

Anwesende Spieler/Spielerinnen:

Ferron Mensch, Schütze Kreis 4, gespielt von Christian

Jelonara Elfin, Luftsegler Kreis 4, gespielt von Steffi 

Tasmin Elf, Illusionist Kreis 4, gespielt von Annika

Trevak Troll, Luftpirat Kreis 4, gespielt von Dave

Ty Mensch, Schwertmeister Kreis 4, gespielt von Carsten

T'ssid T'uurl T'selas T'skrang, Elementarist Kreis 4, gespielt von Sascha

 

 

 

 

 

Verehrtes Niall,

 

die Zeit des Erwachens ist ein großes Thema in unserer Gemeinschaft. Es muss einen Grund geben warum wir aus unserem Schlaf erwacht sind. Alle Zeichen weisen auf ein Ende der Plage hin. Selbst die weisen Obsidianer sind nicht in ihren tiefen Schlaf zurück gekehrt. Aber warum erzähle ich davon, sind doch die Zeichen allgegenwärtig.

 

Als T’uurl habe ich die Verantwortung unsere Interessen stets zu berücksichtigen und so möchte ich von Geschehnissen berichten, an denen ich beteiligt war bzw. dessen Inhalt durchaus für alle Namensgeber Ardanyans interessant ist.

 

Die Unruhe durch die bevorstehende Öffnung bzw. die Gerüchte darüber, führte auch mich auf Wege fernab des Nialls. Ich wollte mich unter die Leute mischen, mir meinen Weg suchen und mehr über die Möglichkeiten erfahren die sich uns nun eröffnen könnten. Nach Jahrhunderten des Schlafes ist ein Mischen unter die Namensgeber des Kaer genau das richtige. So suchte ich die Gates Tavern auf und lies mich mit der Musik und dem Leben in der Gaststätte treiben.

Einer der Künstler hat es mir besonders angetan. Da ich nun mal auch eine gewisse Musikalität aufweise und mir sein Gesang sehr gefallen hat nutzte ich die Gelegenheit und setzte mich zu ihm an den Tisch, an dem auch schon ein paar andere Namensgeber saßen. Man kam schnell ins Gespräch und wie sich herausstellen sollte hatten mich die Elemente an den richtigen Tisch geführt. Es war wie der Strom eines Flusses, der einen Schwimmer stets einen Weg entlang führt.

 

So  kam es das ich auf diesem Wege einige erfahrende Adepten kennen lernte. Da war zum einen dieser Sänger Ty. Zu erst dachte ich ja dass er ein Troubadour sei, sein Können mit den Instrumenten und seiner Stimme sprach sehr dafür. Allerdings bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher, so zeigte er auch einen geübten Umgang mit dem Schwert. Das lässt mich vermuten dass er evtl. sogar ein Schwertmeister sein könnte. Dann lernte ich die beiden elfischen Geschwister Ardanyans kennen. Als einzige Überlebende ihrer Rasse, wenn man mal von Leldrinn absieht, sind sie natürlich überall bekannt, aber wie ich ja schon schrieb ist es wie sich vom Strom treiben zu lassen. Man erreicht dort das Ufer wo der Fluss, also die Elemente es wollen. Mit anderen Worten, es war eine Ehre sie kennen zu lernen. Tasmin, der wohl ältere Bruder der beiden ist ein Vertreter der Illusionisten. Als zaubernder Adept gebührt ihm damit ein gewisser Respekt, auch wenn ich dieser Art der Magie absolut nicht offen gegenüber bin. Die jüngere von beiden heißt Jelonara, eine muskelbepackte  Erscheinung von einer Elfin. Sie hat ihre Ausbildung zum Luftsegler gemacht und diese Ausbildung kann sie alles andere als leugnen oder verbergen. Da komm ich auch direkt auf ihren Gegenspieler zu sprechen. Trevak, ein Luftpirat der ansässigen Trolle, hat eine ähnliche Perspektive wie Jelonara, aber dennoch könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Nun ich möchte ihn nicht herabsetzen, wenn ich sage dass er etwas einfach gestrickt ist, aber ich denke das kann man durchaus so sagen. Allerdings ist seine Anwesenheit und seine Unterstützung eine wilkommende Unterstützung. Es gibt Situationen in denen man mit Magie nicht weiter kommt und auch wenn ich gelernt habe die Elemente zu meinem Vorteil zu nutzen, bringt einem manchmal einfache Muskelkraft weiter als das Wissen welcher Magie mit sich bringt. Zuletzt wäre da noch der etwas stille Ferron. Wenn ich seine Ausrüstung und Verhaltensweise richtig interpretiere würde ich sagen, das er der Disziplin des Schützen folgt. Alles in allem eine illustre Runde mit der ich einen netten Abend verbrachte und wie sich später zeigen sollte, dessen Wege sich nicht aus Zufall in dieser Taverne kreuzten.

 

Im Verlauf des Abends haben wir oft über ein Leben außerhalb des Kaer gesprochen und ich denke wir waren uns alle einig, dass wir diesem Leben und den möglichen Abenteuern und Legenden entgegensehnen. Aber die aktuelle Lage, dass sich der Rat zu diesem Thema trifft, und bisher noch keine Entscheidung getroffen hat, ist sehr unzufriedenstellend für alle. Auch unsere verehrte Vahalla ist sich dieser Situation bewusst. Immerhin sieht der Rat nicht ein, ihr Wissen und ihre Geschichte zur Gründung anzuerkennen. Auf jeden Fall wurde es sehr lustig an diesem Abend, als Trevak vorschlug ein Luftschiff zu kapern und das Kaer zu verlassen. Nun gut es war die absolut schwachsinnigste Idee die ich je gehört hab, immerhin waren die Tore verschlossen, die Schiffe ohne Zugang zu einem Ausgang und dazu auch noch extrem gut bewacht. Aber die Idee passte auf jeden Fall zu dem Wesen des Trolls und sie kam aus dem richtigen Beweggrund heraus. Es kam natürlich nicht zur Umsetzung des Plans, auch wenn durchaus alle dem Plan zugestimmt hätten. Gut das könnte auch daran liegen das Trevak beim Austreten eingeschlafen ist, zumindest glaub ich das da er einfach nicht wieder kam. Nun ja, nicht desto trotz war dieser unnutze Plan dennoch ein Funke von einer Idee, der wir alle nur zu gern zugesagt hätten.

 

Aber es gab ja auch andere Wege dieser Idee nachzugehen. Ty hatte die Idee dass wir doch ein Bewerbungsschreiben aufsetzen könnten, indem wir uns anbieten das Kaer zu verlassen und die Welt dort draußen zu untersuchen wenn das Tor geöffnet wird. Also persönlich betrachtet finde ich dass es eher verschwendete Zeit ist, aber ich unterstütze diese Idee und habe Ty begleitet. Zumindest würde dies unsere Bereitschaft signalisieren unseren Anteil an der Geschichte von Ardanyan zu leisten. Im Grunde hieß es jetzt eh nur noch abwarten was der Rat entscheidet zum Wohl des Kaer. Ich für meinen Teil ging zurück zum Niall und versuchte dort Stimmungen und Meinungen aufzufangen, während Tasmin und Jelonara ihre Meister aufsuchten, um dort mehr zu erfahren.

 

 

 

 

Es dauerte noch zwei Tage bis der Rat zu einer Entscheidung kam. Eine Zeit die länger nicht hätte sein können. Aber dann gab es endlich die Bekanntmachung auf die alle, uns eingeschlossen, so lange gewartet hatten. Der Rat hatte sich entschieden die Tore zu öffnen und eine Expedition, bestehend aus den Meistern der Disziplinen, nach draußen zu schicken. Man kann sich die Aufregung vorstellen die darauf hin folgte. Ich denke dass die Entscheidung den Namensgebern Ardanyans aus den Herzen sprach. Die Hoffnung auf Freiheit war spürbar. Aber es mussten auch noch einige Sachen geklärt und geregelt werden. Die Meister mussten sich vorbereiten, die Expedition musste vorbereitet werden. Sie sollte nicht an fehlenden Details oder Informationen scheitern.

 

Diese Vorbereitungen und Gespräche sollten in der Gates Tavern abgehalten werden. Und da wir nun mal nach den Meistern, nach unseren Meistern, die am besten ausgebildeten Adepten in Ardanyan sind, wurden wir eben von diesen unseren Lehrern angewiesen, während dieser Besprechungen ein Auge offen zu lassen. Man erwartete einen gewissen Ansturm und ein großes Interesse an diesem Kaer bewegenden Event. Nun keine gefährliche Herausforderung, aber es war eine Aufgabe mit der wir unseren Teil zum Ganzen beitragen konnten. Während dieser Versammlung, an der die Meister, der Rat und auch Leldrinn teilnahmen, kam es dann tatsächlich zu einem Zwischenfall. Die Meister diskutierten hinter verschlossener Tür, als eine Art Rauchkörper durch die Fenster geworfen wurden. Keramikflaschen mit brennendem Docht und Rauch russenden Inhalt. Da ich gerade im Vorraum der Gaststätte war sprang ich so schnell ich konnte durch eines der Fenster an der Gebäudefront, um mich den Werfern der Flaschen entgegenzustellen. Ich machte drei Leute aus und konzentrierte mich auf den mir am nächsten liegenden. Ich konnte ihn mit einem Zauber verlangsamen und zusammen mit Ty, der wie ich bemerkte mir gefolgt war, konnten wir ihn einholen und sogar niederschlagen. Die anderen beiden sind leider im Gefecht entkommen, obwohl Ferron wie sich nachher noch herausstellte einen der beiden  mit dem Bogen in der Schulter erwischte. Der Kampf verlief sehr schnell und war auch nicht gerade herausfordernd, aber wie sich dann zeigte auch nicht das einzige was passierte. Auch die anderen unserer neu gegründeten Runde trafen auf Angreifer. Die Rauchkörper waren da wohl nur eine Ablenkung, denn der Raum der Meister wurde ebenfalls überfallen. Der Sinn des Überfalls war der Diebstahl einer silbernen Schale, die von den Meistern während ihrer Überlegungen benutzt wurde, aber dazu später mehr. Allerdings hatten ja wie gesagt auch Trevak und die anderen die Möglichkeit zu reagieren und die Angreifer zu stellen und so kam es erst gar nicht zu einem erfolgreichen Coup. Jelonara und Tasmin stoppten einen Geisterbeschwörer und weitere Angreifer direkt vor der anderen Seite des Gasthauses, während Trevak es schaffte den Dieb dieser Schale zu stellen, konnte ihn mit seiner Axt niederschlagen, auch wenn sich noch zeigen sollte das die damit verbundene Verletzung sehr schwer war.  

 

Nun zu dem was dort passiert war. Nach ein paar gezielten Fragen nach diesem Ereignis hatten wir zwar noch nicht eine genaue Vorstellung aber wir konnten uns aus einigen Informationsstücken ein grobes Bild schaffen. Alles fing an mit einem Dienstgang den Ferron für seinen Meister antrat. Er holte diese besagte Silberschale aus dem Haus des Meisters, auf die es die Diebe abgesehen hatten. Nach seiner Beschreibung ist die Schale aus reinem Silber und am Rand sind die Symbole der zwölf Passionen eingraviert. Trevak, der die Schale ja dem Dieb abnehmen konnte, berichtete dann noch von weiteren Symbolen, wahrscheinlich repräsentative Zeichen für die Disziplinen der Meister innerhalb der Schale und nicht zu vergessen einigem an Blut das in der Schale gesammelt wurde. Tasmin und meine fachmännische Schlussfolgerung zu diesen Informationen ist, das die Meister während ihrer Vorbereitungen eine Art Blutschwur leisteten und die Schale für dieses Ritual nutzten. Ein Vorgehen das durchweg logisch ist, wenn man bedenkt welche Gefahren vor den Toren Ardanyans lauern könnten.

 

Dadurch dass wir zwei der Angreifer auffassen konnten, gab es immerhin eine kleine Chance dass wir mehr zu den Beweggründen herausfinden könnten. Die beiden Personen waren zwar ohnmächtig und nicht in guter Verfassung aber zumindest hatte man sie erkannt. Den Menschen, den Ty und ich fassen konnten, war unter dem Namen Ranwor bekannt. Er ist als einfacher Bürger bekannt, der sich bisher nichts zu Schulden hat kommen lassen, was uns natürlich nicht wirklich weiter half. Den eigentlichen Dieb, einen Zwergen namens Angius, kannte man allerdings auch und zu ihm gab es auch einige Geschichten die in dieser Situation durch aus Sinn machten. Angius war ein sehr begabter Töpfer, geschätzt unter Freunden und den Namensgebern des Kaers. Leider hatte das erste Öffnen des Kaers und der Schrecken von dem Leldrinn erzählten, sehr starken Einfluss auf ihn. Mit der Zeit wurde der arme Künstler anscheinend wahnsinnig. Er sprach davon tote Namensgeber zu sehen unter anderem auch die Adepten, die damals vor den Toren einen grausamen Tot fanden und von dem Dämon verschlungen wurden. Er sprach von wilden Theorien, nach denen die Toten gar nicht to seien sondern gefangen und verschleppt wurden oder das der Dämon es vielleicht auch ins Kaer schaffte damals. Dieser Wahnsinn brachte ihn nicht gerade Beliebtheit und so landete er am Ende als Außenseiter oder Ausgestoßener auf die Strassen. Wir stellten natürlich sofort einige Theorien dazu auf. Er könnte besessen sein und der Dämon trieb ihn in seinem Bestreben an. Allerdings war dies unwahrscheinlich wer nicht sogar unmöglich. Er könnte dem Wahnsinn verfallen sein und der Meinung sein das die aktuellen Ereignisse dazu führen das der Dämons sich mehr Opfer holen kann oder ihn ins Kaer zu bringen. Der Diebstahl der Schale würde natürlich das öffnen der Tore verhindert oder erstmal verzögert. Oder er hätte den Glauben das die Meisterebene bereits vom Dämon korrumpiert sei und er über die Schale dem entgegenwirken könnte. Gut es waren alles nur Theorien aber der erste Schritt zur Lösung eines Problems ist es die Möglichkeiten zu finden und diesen dann nachzugehen. Aber egal was nun stimmen mag es wäre nicht auszudenken was Angius mit dieser Schale hätte anstellen können.

 

Nun dennoch musste das Treffen am Ende dann doch weiter gehen. Und da die Gefahr ja gebannt wurde und die Meister ihre Schale wieder hatten, sprach ja auch nichts dagegen. Während die Meister ihr Ritual, es war wohl wirklich eins, zu Ende brachten, kümmerten wir uns darum das zum einen die Gefangenen zur Wache gebracht wurden und zum anderen das es keine weiteren Zwischenfälle mehr gab. Die Anweisungen waren klar. Wir kümmern uns um die Verhöre und der Geschichte dahinter und der Rat plant die Expedition. Ty und ich nahmen Stellung vor der Taverne ein und sorgten mit etwas musikalischer Untermalung dafür, dass der Auflauf an Namensgeber, der nun zwangsläufig kam, vor die Taverne verlagert wurde. Auch wenn Trevak das ganze etwas albern fand erfüllte es dennoch seinen Sinn. Nachdem der Rat die wichtigsten Bereiche besprochen hatte bekamen wir die Aufgabe der Geschichte hinter dem Überfalls weiter nachzugehen indem wir die Gefangenen verhören sollten, immerhin waren ja einige der Diebe entkommen und daher sollte man das Rätsel um diesen Vorfall lösen.

 

Also machten wir uns zum Gefängnis auf, in dem wir die beiden abgegeben hatten. Vielleicht können wir ja mehr Informationen von ihnen bekommen. Immerhin kannten wir nun den Namen und die Vorgeschichte von Angius. Es gab allerdings das kleine Problem das ein Verhör noch etwas warten musste. Trevak war leider mehr als gründlich und der gute Angius hatte nach dem Schlag mit der Axt dummer weise einen Schädelbruch zu verzeichnen. Jetzt lag er noch in einem heilenden Koma ungewiss ob er es schaffen würde. Ein anderer Plan musste daher gefunden werden. Da kam Tys Vorschlag sich den ehemaligen Laden von Angius bzw. seine Schlafstätte anzuschauen gut gelegen. Vielleicht hatte er ja einige seiner Wahnvorstellungen sogar künstlerisch festgehalten. Ty konnte auch die Fragstellung schnell lösen ob wir denn überhaupt die Stätte untersuchen können. Immerhin lag diese in Shal Minar und dem Gesetz zur Folge hätten wir erst eine Nacht in Khar Rhuz bleiben müssen. Aber eine Sondererlaubnis und ein Passierschein der Wache ermöglichten uns, dass wir unsere Nachforschungen fortsetzen bzw. erst beginnen konnten.

 

Bei Angius konnten wir erstmal nichts Ungewöhnliches finden. Erst als wir anfingen den Ort genauer zu untersuchen fanden wir neben ein paar Münzen etwas durchaus Interessantes. Angius hatte eine getöpferte Statue aus Keramik versteckt, die etwas sehr groteske und furchterregendes darstellte. Im Grunde war es schon ein künstlerisches Meisterwerk aber Ty und Tasmin waren sich sicher das es etwas dämonisches darstellte. Ich schaute mir die Statue auch etwas näher an. Allerdings ging es mir eher um die Herstellung. Ich schlug den Boden der Statue ein, vielleicht gab es im Inneren versteckte Gegenstände oder Informationen. Aber außer den entstandenen Scherben hatte ich leider nichts gefunden, so kümmerte ich mich noch darum dass die Statue ihre alte Form annahm. Dank der Elemente bin ich ja befähigt solche Sachen ohne Aufwand wieder zu reparieren. Sonst konnten wir dort leider nichts finden was uns weiter geholfen hätte. Aber dank Tasmin hatten wir einen guten Ansatz weiter zu machen. Er kam auf die Idee Leldrinn aufzusuchen und nach dieser Statue zu fragen. Vielleicht war an Angius Wahnsinn ja was dran und dies waren wirklich ein Dämon und vielleicht ja sogar der Dämon den Leldrinn damals sah.

 

Die Idee zeigte sich als wirklich gute, denn Leldrinn hat den Dämon wirklich wiedererkannt. So wie der Gute erblasste wussten wir dies sogar bevor er davon erzählte. Die Begegnung war furchtbar und die Details über den Tod seiner Kameraden haben selbst mich hart getroffen. Allerdings hat dies auch einige Frage aufgeworfen. Wie konnte ein Töpfer den Dämon so detailgetreu nachbilden ohne ihn je gesehen zu haben. Das Kaer ist bewiesener Weise astral sauber, was gegen eine Anwesenheit in Ardanyan spricht. Aber er hat dennoch einen gewissen Einfluss, das ist nun kaum zu bestreiten. Eine mögliche Theorie war, dass er ein Anhänger dieses Kultes ist, den man schon seit langem im Kaer vermutet. Leldrinn gab uns dann ohne Rücksprache mit dem Rat die Erlaubnis der Sache nachzugehen. Da wir nun mal auch der Theorie nachgehen müssen das der Dämon sich vielleicht doch im Kaer aufhält, hab ich Leldrinn noch gefragt ob er uns mehr über seine Fähigkeiten erzählen kann, ja vielleicht sogar einen lebenswichtigen Tipp geben könnte. Nun der Dämon hat eine unglaubliche Größe, was gegen ein Versteck im Kaer spricht. Er kann auf jeden Fall Blitze schleudern, also verfügt er über den einen oder anderen Zauber. Auch die Erde kann er beben lassen. Was mich gerade wo ich dies noch mal nieder schreibe eine Interessante Frage aufwerfen lässt. Könnte diese Fähigkeit auch das damalige Beben ausgelöst haben, was soviel Leid auslöste in Ardanyan? Das würde jedenfalls zu einem Dämon passen. Das muss ich mir auf jeden Fall merken und die anderen damit konfrontieren, aber nun zurück zu den Kräften. Neben diesen nekromantischen und elementaren Möglichkeiten kann er auch körperlich angreifen. Er biss sogar einem der Adepten damals den Kopf von der Schulter. Alles in einem eine sehr gefährliche Bedrohung für alle Namensgeber. Leldrinns einziger Tipp war Renne! Renne und nehme so viele kleine Gänge wie nur möglich.

Jetzt kommen wir aber zu dem wirklich interessanten Teil meiner Aufzeichnungen. Jelonara kam zu einem Vorschlag der hätte besser nicht sein können. Sie kam auf die Idee, dass wir uns doch mal den Tempel des Neids anschauen sollten. Immerhin hat dieser damals so einiges an Leid verursacht und da er heute ein Tabu ist, könnte er durchaus als Zuflucht oder Versteck genutzt werden. Die Außenfassade des Tempels ist noch vorhanden während der Rest eingestürzt und verfallen oder verwittert ist. Ursprünglich hatte er mal zwei Etagen. Unsere Untersuchungen haben auf den ersten Blick aber erstmal nichts gezeigt. Den zweiten Blick lieferte der gute Tasmin. Er entdeckte oberhalb des Tempels an der Decke, dort wo der eingestürzte Teil des Zwergentunnels war, eine Verankerung, die nach einer der üblichen Leitern aussah. Die Leiter endete zwar in einer Wand aber untersuchen konnte man die Stelle ja, auch wenn ich mir persönlich nichts davon versprach. Wieder einmal zeigte sich das die Elemente stets ihren Nutzen brachten. Ich konnte eine Himmelsleiter nutzen und damit für uns einen sicheren Aufstieg zu dieser Stelle ermöglichen. Trevak ging vor, wir in seinem Schatten hinterher. Als wir schon fast oben waren, erkannte ich dass die Leiter in einer Wand endete. Auch Trevak fand das etwas irritierend und blieb abrupt stehen, nur Tasmin rief immer das wir weiter gehen sollten. Gut er war der letzte in der Reihe, er konnte die Mauer ja nicht sehen. Da der Weg nach unten versperrt war und Trevak es nicht besser wusste, rammte er einfach seinen Kopf durch die Mauer. Und erstaunlicher Weise verschwand er einfach dahinter, ohne dort etwas einzureißen. Erst dadurch viel uns allen auf das sich die Leiter in einer Illusion versteckte. Gut Tasmin hatte das schon von unten gesehen, aber das hätte er uns anderen ja auch mal mitteilen können. Nun sei es drum. Mit diesem Wissen war es ein Leichtes in einen Gang hinter dieser künstlichen Mauer zu kommen.

 

Dahinter befand sich ein Gang der links in einer kleinen Höhle hinter einem Vorhang endete und nach rechts noch ein Stück weiter ging. Über all in dem Gang und auch in den folgenden Gängen waren Nischen in den Wänden eingelassen, wo man Figuren, Bilder und ähnliche Dinge fand, die alle diesen scheußlichen Dämon darstellten. Die Höhle zur linken war mit ähnlichem Kram voll gestellt. Dazu kamen noch Kerzen, Pinsel und Farbe zum malen. Die Wände waren mit Blut beschmiert, Schüsseln zum Auffangen von Blut lagen überall rum und auf dem Boden war eine Art Beschwörungskreis gemalt. Dieser Raum war definitiv zur Huldigung des Dämons gedacht, wenn nicht sogar zu schlimmeren. Von der Größe der Höhle würde ich schließen, das dies der Raum war in dem man Damals die Schätze hortete. Meine magischen Sinne teilte mir die Anwesenheit vieler Tiere in der Nähe an. Ab mal abgesehen von Ratten und die Präsenz von Pferden, die sicherlich in den Minen um uns herum angewendet wurden, konnte ich nichts besondere spüren.

 

Wir führten unsere Suche fort. Trevak ging als Bollwerk vorweg und ich unterstütze ihn dabei mit einem kleinen Schutzzauber, der die Luft um ihn herum zu einem Teil seiner Rüstung machte. Der Weg gabelte sich nach einiger Zeit und wir gingen erstmal dem linken Gang nach, der ebenfalls in einem Vorhang endete. Hinter diesem konnten wir Schnarchen hören und wir hielten kurz inne. Immerhin war dies unser erstes wirkliches Abenteuer, wenn man so sagen möchte und noch keiner von uns war jemals in einer bedrohlichen Situation gewesen. Keiner konnte ahnen was sich hinter dem Vorhang befand, aber wir wären keine angehenden Helden wenn wir uns nach diesem Zögern nicht der Gefahr gestellt hätten. Hinter dem Vorhang konnten ja nur die Anhänger dieser Perversion sein, die wir bisher verfolgten. Und so war es dann auch. Hinter dem Vorhang war eine Schlafstätte mit 8 Betten von denen fünf mit schlafenden Namensgebern besetzt waren. Nun was dann passierte führe ich mal auf die fehlende Erfahrung auf unserer Seite zu. Unentschlossen ob ein Meucheln hier angebracht ist, wie man am besten vorgehen würde ging dann alles doch sehr schnell. Bevor wir reagieren konnten hatte Trevak schon dreien die Genicke an der Decke gebrochen, unter anderem einen dem ich einen Zauber entgegen geworfen habe. Auch der Versuch von Jelonara einen Gegner zu stellen endete in einer durchschnitten Kehle anstatt in einem Verhör. Der letzter der fünf Anwesenden starb an einem Dolch, als er versuchte Ty nieder zu strecken. Eine Herausforderung ist etwas anderes und über den Verlauf werde ich in einem stillen Moment noch mal nachdenken. Aber wahrscheinlich hätte man eh nicht anders vorgehen können als so.

 

Der Raum ansonsten zeigte uns nichts Besonderes. Nur wohl das die Orks und Menschen die nun vor uns lagen hier lebten. Ty untersuchte die Leichname und fand bei allen eine ähnliche Tätowierung, die ein Abbild des Dämons darstellte. Er nahm diese Zeichen mit, indem er sie mit einem Dolch abtrennte und in eine Decke einschlug. Dabei viel auch eine Verletzung in der Schulter an einem der Menschen auf. Die Art der Verletzung zeigte eine Projektilwaffe und wir konnten daher darauf schließen dass dies einer der Flüchtenden von dem Überfall auf die Gates Tavern war. Nichts desto trotz waren die Leute nun tot und wir hatten noch einen weiteren Gang zu begutachten. Ich ging dabei sehr vorsichtig vor, denn wer weiß ob noch andere Anhänger in der Nähe waren und durch den Kampflärm gewarnt waren. Der andere Gang an der Gabelung führte uns dann zu einem Schacht der nach oben und unten führte. Ein eingerolltes Seil ließ uns annehmen dass die Nutznießer dieses Versteckes wohl den Weg von unten genommen hatten, um hierher zu gelangen.

 

Nun um es kurz zu fassen, wir fanden zwar noch etwas raus aber es war nicht mehr besonders aufregend. Zum einem führte dieser Schacht sowohl nach oben als auch nach unten in eine separate Ebene der Minen. Es waren alte abgebaute Teile, die beide jeweils einen Ausgang oberhalb Khar Rhuz hatten. Interessant war, dass einer dieser Ausgänge in der Nähe der Gates Tavern war, so waren sie also nach dem Überfall so schnell geflüchtet. Zusammen mit dieser Information und der erneuten Untersuchung der Schlafstätte, waren wir uns einig das die Leute dort oben wirklich gelebt hatten. Wir haben uns dann dazu entschlossen die Leichen über dem Tempel aus dem Loch zu werfen und nach dem Abstieg dann zu Leldrinn zu gehen, um ihn über die tatsächliche Existenz des Kultes zu informieren.

 

Leldrinn hat erstmal nix zu den Untersuchungen gesagt. Das mag aber auch daran liegen dass der Zeitpunkt für die Öffnung fest gelegt wurde. In ca. 28 Stunden um 10 Uhr sollten die Tore geöffnet werden. Das hat ihn natürlich mehr beschäftigt als unser kleines Geplänkel, darum kann man sich ja auch noch später kümmern. Wir sind also dann zu einem Gasthaus in Shal Minar nahe dem Tore und haben uns erstmal hingehauen.

 

Den Humor von Mensche kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich warum ich das sage? Das will ich euch natürlich erläutern. Am nächsten Tag hat uns eine Wache des Kaers geweckt mit den Worten: „Ihr seid verhaftet!“. Dies war natürlich ein Scherz aber auch kein besonders guter. Aber ich glaub das unsere Einstellung einfach abweicht von den anderer Namensgeber, sei es drum. Wichtig ist eh was er uns mitteilte. Der gute Angius war aufgewacht und wir konnten den letzten und wichtigen Teil unserer Nachforschungen angehen. Allerdings stimmte diese Information des Boten nicht so recht. Denn als wir dann im Wachhaus ankamen stellte sich leider heraus das Angius doch an den Verletzungen, die er erlitten hatte, gestorben war. Und zu allem Überfluss war Ranwor an einem Gift gestorben, was es sich selbst zugeführt hat. Er hat in eine Tätowierung an seinem Arm gebissen, die zum einen ein Gift für den Suizid enthielt und zum anderen genau so aussah, wie die Tätowierungen die Ty mitgenommen hatte. Also war unsere Vermutung zu dem Überfall richtig. Den Passionen zum Dank konnten aber zumindest die Wachen Angius vor seinem Tot noch verhören. Nach diesem waren die Angreifer wirklich Mitglieder des Kultes des Dämons, wie sie sich nannten. Angius hat ihn nach seinen Aussagen selbst gegründet. Er wollte sich mit diesem Kult vor dem Dämon schützen und mit dem Blut der Meister sogar den Dämon beschwören und zusammen mit dem Nekromanten vernichten. Unserer Theorie zufolge könnte Angius versucht haben den Dämon evtl. zu erpressen oder einen Schutz aufzubauen. Oder halt wirklich dem Wahn verfallen sein ihn vernichten zu können.

 

Ingesamt betrachtet ist die Lösung der Geschichte eine sehr unbefriedigende, die noch einige Fragen offen lässt aber es war eine Lösung. Die Zukunft wird zeigen ob es noch mal ein Wiedersehen mit dem Kult gibt oder ob wir ihn wirklich wie angenommen ausgehoben haben.

 

 

Am nächsten Tag hat sich das Kaer am Caisson getroffen und wir haben gespannt zugeschaut wie Geron Harthelm, der Ratsführer, das selbige öffnete. Ein magisches Ritual, verschiedene Sprüche und mächtige Adeptenmagie ließ die Runen am Tor leuchten und der Weg war nach alle den Jahren wieder offen. Unsere Meister verließen unter Beifall und Jubel der Leute das Kaer in eine riesige Röhre aus Orichalkum und das Schicksal Ardanyan lag auf ihren Schultern. Am nächsten Tag würden wir hoffentlich sie wiedersehen und mehr von dem da Draußen erfahren. Der ganze Event dauerte so seine Zeit und am Ende standen wir wie der Rest des Kaers vor der wieder geschlossenen Caisson Tür. Jetzt hieß es erstmal abwarten und da uns Calldann, der Wirt der Gaststätte von letzter Nacht, angesprochen und uns für die Zeit des Wartens in sein Gasthaus eingeladen hat, war der Ort für diese Zeit auch geklärt. Nur die Tatsache das dort ein Geisterbeschwörer wartete und mit den Worten Auf Euch hab ich gewartete! begrüßt hat fand ich dann doch sehr interessant.

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

Comments (1)

Sascha said

at 12:06 pm on Nov 20, 2009

Ich muss natürlich noch einige der Namen und so noch mit Links und den entsprechenden Seiten versehen. Das mach ich mal bei Gelegenheit.

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